Vespa P200E

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Geschichte

Idee und Entstehung der Vespa

Die Piaggio-Werke, aus denen die Vepa's stammen, wurden 1884 gegründet. Ursprünglich wurden Inneneinrichtungen für Schiffe und Züge hergestellt, ab dem frühen 19. Jahrhudert auch Flugzeuge  Weitere Infos zur Geschichte der Vespa finden Sie hier. Nachdem die Werke im 2. Weltkrieg zerstört wurden drangen die Ingenierure nach Kriegsende darauf, mit Ihrer Kreativität und dem gesitigen Potential ein modernes Fortbewegunsgmittel auf die Räder zu stellen. So wurde bereits 1946 der Prototyp der "klassichen" Vespa vorgestellt, die "V.98". Diese hatte noch keinen freien Durchstieg, wies jedoch bereits die konstruktiven Merkmale auf, die für alle klassischen Vespen bis 1996 typisch sein sollten: liegend neben dem Hinterrad eingebauter Zweitakt-Motor mit Luftkühlung, selbsttragende Blechkarosserie und bester Wetterschutz. Bei den Modellen bis 1951 übertrug eine Gestängekonstruktion die Befehle zum Gangwechseln vom Lenker zum Getriebe, ab diesem Zeitpunkt wurden innen liegende Bowdenzüge verwendet. Bis 1947 lag die Vorderradaufhängung auf der linken Seite, danach auf der rechten Seite. Ab 1948 gab es einen stabilen Gepäckträger, das Reserverad wurde wie beim Auto hinten stehend mitgenommen. In den 50er Jahren war es auch für viele Filmstars chic, auf einer Vespa abgelichtet zu werde, dies trug natürlich enorm zu Popularität des Modells bei.

Verbreitung über die Welt

In den 50er Jahren entstanden viele Vespa-Clubs, in denen "gechoppte" Modelle mit Chromzierrrat und Fuchsschwanz um die Gunst der Betrachter buhlten. Ausserdem wurde die Vespa in verschiedenen Ländern als Lizenzprodukt nachgebaut, so in Frankreich (ACMA), in England (Douglas) und in Deutschland verliessen von 1950-1955 über 40.000 Einheiten die Hoffmann-Werke bei Düsseldorf (1235 und 125 "Königin). Die Messerschmitt-Werke in Augsburg produzierten von 1955-1958 die Modelle 150 T/1, T/2 und T/3 sowie die GS/1 und GS/2. Im Jahre 1963 zeichnete sich die beginnende Krise am Zweiradmarkt schon stark ab und die letzten Vespa-Modelle aus deutscher Fertigung verliessen die Fabrikhallen, während in Pontederra, im Stammwerk in Norditalien, bereits 1956 die einmillionste Vespa vom Band lief.

 

Modellpflege

Ab 1951 gab es statt des Schaltgestänges Bowdenzüge, 1954 gab es das erste Modell mit einem 150ccm Motor. Die sportliche Reihe mit dem Kürzel GS begann im Jahr 1955 und hatte als erstes 10 Zoll Räder, die den Fahrkomfort und die Fahrsicherheit erhöhten, wozu auch das neu eingeführte 4-Gang-Getriebe beitrug. Im Jahr 1958 wanderte dann der Scheinwerfer endgültig vom vorderen Schutzblech an seinen Platz inm Lenker und die Karosserie wurde insgesamt etwas rundlicher und gefälliger.Tankinhalt und Höchstgeschwindigkeit wuchsen bei fallendem Gewicht, was der Reichweite zugute kam. Mit der Vespa Grand Sport von 1957 schufen die Designer ein umwerfendes Modell, welches an seine in der hinteren Haube angebrachten Blinkern zu erkennen ist.

Das Jahr 1959 bescherte den Fahrern ein magereres Gemisch mit 1:50 statt vorher 1:25, und mit den dreirädrigen APE-Modellen erschloss Piaggio Kleinstunternehmen ein bezahlbares Transportmittel.

Ab 1963 wurden dann die "kleinen" Vespa produziert, die mit Hubräumen von 50 und 90 ccm auch die Jugend ansprachen und ab 1967 wurden auch Mofas hergestellt. Die ab 1965 hergestellten SS-Modelle mit senkrecht im Durchgang stehendem Reserverad und Tankattrappe gehören heute zu den gesuchten und begehrtesten Modellen. Ab 1970 erschienen dann die eigetlichen Vorläufer der P200E: in der kleinen Klasse entstanden die SmallFrame"-Modelle, erkennbar an den fest mit der Karosserie verschweissten Backen hinten: Vespa 50N mit 3-Gangschaltung und 6-Volt-Anlage, 50S mit 4-Gangschaltung und ungedrosseltem Motor, der für 65 km/h gut war, ausserdem die Vespa 50 Super Sprint mit 75 km/h. sowie die Vespa 90 Super Sprint mit 93 km/h.

Die "grosse" Vespa-Klasse mit dem Largeframe-Rahmen war erkennbar an den Backen, die man komplett von der Karosserie abnehmen konnte.. Hier gab es zunächst ein 125er-Modell, ein 150er Modell und die Vespa 180 Ralley, die die direkte Vorgängering der P200E war. Beide Baureihen liefen bis Herbst 1978 und wurden in dieser Zeit nur unwesentlich verändert, wobei das Modell 200 Rally electronic ab 1973 das 180er Modell ablöste.

Neue Generation ab 1977

Mit der "Vespa nuova linea" stellte Piaggio 1977 die Linie vor, der die P 200 E entstammt: Insgesamt kantiger und geglättet, die Vorderradführung mit vollverkleidetem Federbein, die abnehmbae Steuerrohrabdeckung, ein größerer und teilbarer Lenker, ein abschliessbares Gepäckfach im Beinschutzschild bei den großen Modellen. Die Typenbezeichnungen für die 3 großen Modelle lautetetn P 125 X (8,2 PS) , P 150 X(9,1 PS) und P 200E (10 PS). Ab 1980 gab es die P 80 X, die in der neu eingeführten Führerscheinklasse 1b viele Käufer fand. Die PX 200 E löste bereits 1982 die P 200 E ab, wobei neben kleinen Unterschieden wie den nun innenliegenden Haubenverriegelungen vor allem die Getrennt-Schmierung auffiel.